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Der Zeitbedarf beim Umzug

Zur Ermittlung des Zeitbedarfs für das Beladen, Befördern, Entladen, die An- und Abfahrtszeiten, Transportmittelbereitstellung sowie die Fahrzeit zwischen der Lade- und Abladestelle haben wir in über 30 Jahren Durchschnittswerte errechnet.

Für das Be- und Entladen sind pro m³ ca. 0.72 Stunden anzusetzen. Dabei ist festzustellen dass das Abladen fast immer schneller geht als das Laden (gleiche Geschossüberwindung vorausgesetzt), man kann sagen, was in 1 h geladen wurde ist in ca. 0.75 h abgeladen.

Diese Zeit (0.72 h pro m³) beinhaltet das Abtragen vom ursprünglichen Aufstellungsort zum Fahrzeug oder zum Transportbehältnis, laden/verstauen im Transportbehältnis, entsprechend der im Speditionsgewerbe üblichen Praxis und abtragen am Bestimmungsort vom Fahrzeug oder dem Transportbehältnis bis zum neuen Aufstellungsort, Abtrageweg jeweils bis max. 15 m, normale Treppenhäuser (keine Wendeltreppen) und normal bemessene Türen,  zu überwindende Geschosse (bis zum Möbelwagen) an der Ladestelle = 0.00, zu überwindende Geschosse (ab dem Möbelwagen) an der Abladestelle ebenfalls 0.00.

Diese Zeit setzt einen fertigen begehbaren Hauszuweg (keine Baustelle, Bohlen oder Schotterwege), keine arbeitenden Handwerker im Treppenhaus, keine Maler welche noch Türrahmen streichen und fertig verlegte Bodenbeläge etc. voraus.

Nicht enthalten sind Wegezeiten, Ein- und Auspacken sowie Demontage- und Montagearbeiten, bei Eintreffen der Trägerkolonne muss also alles ist in einen transportfähigen Zustand vorbereitet sein.

Unter den vorstehenden Voraussetzungen ergeben sich z.B. folgende Zeiten für das Be- und Entladen:

25 m³ x 0.72 Stunden = 18.00 Stunden : 3 Mann = 6.00 Stunden, oder
40 m³ x 0.72 Stunden = 28.80 Stunden : 4 Mann = 7.20 Stunden.

Die Größe der Transportkolonne, auf welche sich diese Zeiten verteilen, richtet sich nach der Lademenge und einigen besonderen Gegebenheiten. Während 25 m³ durchaus noch mit 3 Mann, zu Händeln sind sollte man bei 40 m³ schon 4 Mann einsetzen. Als Faustregel gilt, je kleiner die Transportkolonne, desto unwirtschaftlicher (teurer) wird der Umzug. Warum dass so ist können Sie unter Zeit und Kostenstudie nachlesen.

Natürlich können Sie die Größe der Kolonne nicht beliebig erhöhen, irgendwann kippt sonst dass Verhältnis zwischen Menge und Kolonnenstärke ins negative um.

 

Geschosszuschläge:

Der Faktor 0.72 h pro m³ bezieht sich auf absolutes ebenerdiges Be- und Entladen. Für jedes zu überwindende Geschoss, sowohl an der Lade- als auch an der Abladestelle, sind 0.06 h (3.6 Minuten) hinzuzurechnen.

Unter einem zu überwindendem Geschoss versteht man die Höhendifferenzen von ca. 16 Treppenstufen. Beispiel: An der Ladestelle werden zunächst vom LKW 8 Stufen durch den Garten nach unten zum Hauseingang gelaufen, dann 16 Stufen nach oben in die Wohnung, entspricht 1.5 tatsächlich überwundene Geschosse.

Ist dann an der Abladestelle noch ein halbes Geschoss bis zum Hochparterre zu überwinden, so sind 2 x 0.06 h = 0.12 h den 0.72 h hinzuzurechnen. Für 25 m³ ergibt sich folgende Zeit für das Be- und Entladen:

25 m³ x 0.84 Stunden = 21.00 Stunden : 3 Mann = 7.00 Stunden

 

Wegezeiten:

Um den Gesamten Zeitbedarf eines Umzuges zu ermitteln, sind den vorgenannten Zeiten für das Be- und Entladen die An- und Abfahrtszeiten und die Fahrzeit von der Ladestelle zur Abladestelle hinzuzurechnen. Dabei muss man für den Innerdeutschen Verkehr in drei Gruppen unterscheiden:

1.) Den Innerstädtischen Umzug

2.) Den Nahbereichsumzug bis 100 km

3.) Den Fernumzug über 100 km

Allerdings können auch Kombinationen zwischen den drei Entfernungsgruppen zum Tragen kommen. Wir wollen hier den Fernumzug über 100 km auslassen da dieser in der Berechnung der Beförderungskosten ohnehin anderen Gesetzen unterliegt.

Der Begriff Anfahrtszeit ist eigentlich falsch,  man sollte  von der Transportmittelbereitstellung sprechen. Diese setzt sich aus der Fahrzeit von der Leitstelle zur Ladestelle, in gewissem Rahmen Suchzeit der Adresse, Zeit zum Einparken des Möbelwagen ggf. abhängen des Anhänger, unter Umständen vorheriges abräumen der Halteverbotsschilder, öffnen der Ladetüren, ausfahren der Ladetreppe oder der Hebebühne usw. zusammen.

Innerhalb der Stadt kann man diesen Zeitfaktor mit ca. 0.50 h ansetzen. Die Fahrzeit von der Ladestelle zur Abladestelle (Umsetzen des Transportmittels) innerhalb der Stadt unterliegt den gleichen Bedingungen wie die der Anfahrtszeit. Für die Abfahrtszeit von der Abladestelle zurück zur Leitstelle sind nochmals ca. 0.25 h anzusetzen.

Für diese 3 Fahrbewegungen fallen innerhalb der Stadt somit ca. +/- 1.25 h an. Es versteht sich von selbst das diese Zeit unabhängig von der Umzugsgröße und der Kolonnenstärke ist.

Im Nahbereich bis 100 km wird für jede Fahrbewegung ca. 1.5 bis 2 Minuten pro km veranschlagt.

Diese Zeit ist von einer Vielzahl von Faktoren geprägt, so z.B. die Art der Straßenverbindung (Stadtstraße, Landstraße, Bundesstraße oder Autobahn) oder die Tageszeit mit ihren unterschiedlichen Verkehrsbelastungen (Berufsverkehr / Stau) um nur einige zu nennen, so dass unter Umständen auch Werte von 3 Minuten pro km anfallen.

Bei entsprechender Planung kann man darauf Einfluss nehmen. Lassen Sie das Laden um 7:00 Uhr beginnen, so fällt die Anfahrtszeit vor dem Berufsverkehr an und während sich dieser austobt lässt es sich in aller Ruhe laden. Die Fahrzeit zur Abladestelle fällt dann in die Verkehrs ärmere Zeit.

 

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